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Hopfenköniginwahl von 1962


So war es damals: Hopfenkönigin-Wahl im Jahr 1962

Nach neun Jahren Pause wieder Hallertauer Königin / Das Bayerische Fernsehen berichtet   

Wolnzach (st). Die Geschichte der Hopfenköniginwahl ist lang. Seit mehr als einem halben Jahrhundert treten junge Hallertauerinnen als Kandidatinnen an. Die erste Hopfenkönigin - Magdalena Meier aus Brunnhof - wurde 1952 in Pfaffenhofen gekrönt. Im folgenden Jahr fand die Wahl erstmals in Wolnzach

Doch in den darauffolgenden Jahren, beschreibt Albert Schweiger in seinem Buch "Die Königinnen vom Hopfenland" war der Hallertauer Hopfenthron verwaist: Die Siegelgemeinden konnten sich nicht einigen und wählten weiter ihre eigenen Hopfenköniginnen. Doch auch davon rückten mehrere Gemeinden wieder ab, weil bei ihnen nicht mehr viel zusammenging. Lediglich in Wolnzach wurde die Tradition fortgesetzt. Die "grosse Wahl nach neun Jahren" für die gesamte Hallertau, berichtete der Wolnzacher Anzeiger damals, fand 1962 wieder in der Marktgemeinde statt - erstmals vor laufender Kamera! Neun Bewerberinnen aus sechs Siegelbezirken stellten sich vor, und ein Fernseh-Aufnahmeteam der Münchner Abendschau machte diese Wahl noch attraktiver. Erstmals berechtigte 1962 der Eintritt zum Preis von 50 Pfennigen zur Stimmabgabe. Zur Hallertauer Hopfenkönigin gewählt wurde Margit Breitner, die Tochter des damaligen Bürgermeisters von Niederlauterbach. Im Gespräch mit dem WA erinnert sie sich: "Ich war damals 17, kam gerade aus einem klösterlichen Internat und wollte es der Neugier halber wissen."

Zwei ihrer Mitbewerberinnen, erzählt sich Margit Huber, wie sie heute heisst, waren schon älter, sehr selbstsicher und hatten ein gutes Auftreten. Sie selbst rechnete nicht damit, die Wahl zu gewinnen. Nach ihrer Vorstellung, berichtet Margit Huber vom damaligen Wahlabend, "ging ich nach draussen zum Autoscooter fahren. Dort wurde ich gesucht, die hatten beim Zählen schon etwas herausgebracht". Margit konnte 402 Stimmen für sich verbuchen und gewann mit Abstand die Wahl. Für Erstaunen sorgte die neu gekrönte Hallertauer Hopfenkönigin, als sie auf das wertvollste Geschenk, eine goldene Damenarmbanduhr, verzichtete und stattdessen lieber eine Luftmatratze nahm, die sie sich schon lange gewünscht hatte.

Am Morgen nach dem grossen Ereignis holte die neue Hopfenkönigin der Alltag ein: "Wie alle Tage musste ich in der Früh um fünf zum Klee. Als mich der Schlepperfahrer fragte, wer denn nun Hopfenkönigin geworden ist, verriet ich es ihm nicht." Doch als sie gegen halb sieben Uhr nach Niederlauterbach heimfuhr, wurde sie schon vom Dorf empfangen. Der Vater schickte sie dann auf eine Bäuerinnen-Schule nach Herrsching, weil er meinte, "sie sei dort gut aufgehoben". Im Winter, erinnert sich Margit Huber, gab es für die Hallertauer Hopfenkönigin keine Termine. Überhaupt war es "damals nicht so turbulent, wie es heute ist, es war ja erst der Anfang. Es war eine Ehre, zum Volksfest nach Nandlstadt und Au eingeladen zu werden. Meine Vorgängerin hatte gar keine Einladung." In dieser Zeit, beschreibt Margit Huber ihr Jahr der Regentschaft, war noch nichts organisiert, es gab keine Delegation. "Auch die Feste waren bescheidener als heute".

Es ist zwar lange her, aber, sagt Margit Huber, "ich erinnere mich immer wieder gern daran".

Quelle: Archiv des WA

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